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Geschichte
» Das Dorf und seine Menschen
Ein eigen, knorriges Geschlecht,
Zielstrebig, zäh, gerecht,
Wie Kletten in Gefahren!
Das ist das Volk von Mahren.
Gedicht aus der Mahrer
Chronik von Paul Frey
Der 'Weiler' Mahren ist eigentlich schon seit Jahrhunderten
Teil der Gemeinde Lostorf, und hat dennoch über
die Generationen hinweg seinen selbständige
Charakter und seine eigene Identität
bewahrt. Die folgenden Aufnahmen sind nicht nur
stumme Zeitzeugen und historische Dokumente, sie
sind in vielen Bereichen auch Zeugen dieses eigenständigen
Charakters.
Klicken sie jeweils auf das Miniaturbild
um das volle Bild in einem separaten Fenster
zu sehen. Kurze Bildlegenden erscheinen wenn
sie den Cursor über das Miniaturbild bewegen.
Das Restaurant Frohsinn, oder einfach 'Pintli'
genannt, wurde 1904 gebaut und hatte Anfangsprobleme,
bis 1919 Marie Strub-Gubler mit Ehemann Arnold
die Führung übernahm. Dank dem Einsatz
von Tochter Trudi Gubler, die diese Aufgabe
am 1. Juli 1950 ebenfalls übernahm, blieb der
Frohsinn bis 1990 in Familienbesitz. Während
vielen Jahren wurde auch noch bis 1986 in einem
Nebengebäude ein Usego-Laden geführt,
wodurch das 'Pintli' erst recht zu einem Treffpunkt
wurde. Der zwischen 1987 und 1997 eingesetzte Migros
Verkaufswagen konnte diese Funktion jedenfalls nicht
wettmachen.
Mahren hatte von 1837 bis 1912
eine eigene Schule für die jeweils 30 bis
40 Schüler des Dorfes. Nachdem Lostorf schon
mehrmals vergeblich versucht hatte die Schule zu
schliessen, gelang es dem Lostorfer Gemeinderat
jedoch erst 1912, gegen den heftigen Widerstand
der Mahrer, und nach Anrufung des Bundesrates, die
Mahrener Gesamtschule zu schliessen. Allerdings
mussten der Gemeinderat verschiedene Bedingungen
erfüllen Bspw.:'Trockenes Schuhwerk, Führen
des Schneepfluges vor dem Unterricht, und eine Schulküche
im Winter.'
Das Eieraufleset war während
Jahrzenten und bis in die 80er Jahre eine
fest verankerte Tradition in Mahren. Ursprünglich
waren nur zwei Mahrer dabei aktiv beteiligt, während
das ganze Dorf als Zuschauer dabei war. Der eine
musste eine Reihe von 100 Eiern nacheinander
auflesen und in ein Tuch am Ende der Reihe werfen.
Der Gegner musste zur gleichen Zeit nach Lostorf
und zurück rennen. Wer zuerst die Aufgabe gelöst
hatte, war der Sieger. Ein paar Tage später
gab es dann Rührei für alle.

» St. Antonius Kapelle
» Das Mahrer Kreuz
Beim ursprünglichen Mahrer Kreuz handelt
es sich wahrscheinlich um ein Pestkreuz das um 1620
erbaut wurde, als in weiten Teilen der Schweiz und
Europas wieder einmal Pestepidemien wüteten.
Das Kreuz entwickelte sich bald zu einem bekannten
Wallfahrtsort, das vor allem von tausenden
von Kranken aus den Regionen Solothurn, Aargau und
Basel besucht wurde. Ueber die Jahrhunderte verwitterte
das hölzerne Kreuz so sehr, das es am Ende
des 18. Jahrhunderts kaum mehr zu erkennen war.
Als Dank für die wundersame Genesung seiner
vier kranken Pferde wurde das Kreuz durch einen
Mahrer Bauern, den 'Mahrerjoggi', erneuert,
und es hielt bis 1848, als erstmals ein steinernes
Kreuz gebaut wurde. Dieses wiederum wurde 1958 durch
eine genaue Kopie ersetzt, und steht bis heute am
Rande des Balmiswald.

Einige Jahreszahlen beruhen auf Schätzungen
und mündliche Ueberlieferung. Falls sie zusätzliche
Informationen und Beiträge haben, senden sie
diese bitte an den Webmaster
oder kontaktieren sie einer der Kontaktpersonen.
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